Jazz Musik
Die Jazz Musik, eine ursprünglich auf Afroamerikaner zurückzuführende Musikrichtung, entstand etwa um 1900 in den USA und erfuhr, oft im so genannten Crossover mit anderen Genres , eine ständige Weiterentwicklung. Der direkte Ursprung der Jazz Musik liegt in sekulären und geistlichen Formen des Musizierens des 19. Jahrhunderts. Der New Orleans Jazz zählt zu der ersten Richtung des Jazz, der Dixieland Jazz entstand etwa 1910. Der New Orleans Jazz hatte seine Wurzeln in Chicago und der Dixieland Jazz in Chicago. Inzwischischen werden dem Jazz auch Musikformen zugeordnet, welche mit der eigentlichen afroamerikanischen Tradition zumeist kaum noch verbunden sind.
Der Behop, ein neuer Stil des Modernen Jazz, entstand zunächst im Untergrund und wurde zu Beginn der 1940er Jahre unter anderem von Dizzy Gillespie, Charlie Parker und Thelonious Monk in New York entwickelt. Da Behop technisch schwierig und harmonisch ungewohnt ist, wurden viele Kontroversen entfacht, jedoch entstand hieraus auch eine Anregung zur Weiterentwicklung dieser außergewöhnlichen Musikrichtung. In den 1950er Jahren wurde die Entwicklung des Jazz parallel von zwei Richtungen beeinflusst, nämlich von dem Hardbop und dem Eastcoast Jazz sowie dem Cool Jazz beziehungsweise Westcoast.
Die in den 1960er Jahren in den USA entstandenen Rassenunruhen spiegelten sich auch in der Musik wider, und so wurde der Free Jazz von farbigen Musikern ausgerufen. Die „World Music“ entstand durch viele amerikanische und euopäische Musiker, welche sich anderen Kulturen zuwandten und in ihre Stücke ethnische Elemente und Improvisationen einbauten.
Bezüglich seiner künstlerischen Bedeutung versteht man den Jazz oft als das amerikanische Pendant zu der europäischen Musük und die Jazz Musik hat zudem dazu beigetragen, fast ausnahmslos sämtlichen anderen Musikgenres völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Die in innerhalb dieser Entwicklung entstandenen verschiedenen Stilrichtungen weisen einzelne Charakteristika auf, welche als Stile des Jazz verstanden werden. Charakteristika des Jazz sind zum Beispiel unter anderem Swing, Improvisation, eine spezielle Form der Tonbildung sowie Behandlung der Instrumente und ferner ein Bezug auf die Tradition der vorausgegangenen Richtungen der Geschichte des Jazz.
Zum Großteil baut der Jazz auf einem europäischen Tonsystem auf und setzt hierzu europäische Harmonik und Melodik ein. Die typischen musikalischen Charakteristika der Jazz Musik werden überwiegend auf die afroamerikanische beziehungsweise afrikanische Tradition seiner Vorgeschichte bezogen.
Die Jazzforschung entstand letztendlich im Anschluss an die Verbreitung und an der Kritik des Jazz und defiiniert den Jazz nicht ausschließlich als Unterhaltungsmusik, sondern spricht ihm zudem eine nicht unerhebliche kulturelle Leistung zu. Hiermit leistete die Jazzforschung einen großen Beitrag sowohl zur Wertschätzung als auch zum Verständnis und zur Verbreitung bei einem wachsenden Publikum. Die Jazzforschung legte hiermit auch den Grundstein für eine weltweite Hörerschaft.