Gesangsunterricht – Von der Antike bis heute

Die Wurzeln des Gesangsunterrichts
Die Wurzeln des Gesangsunterrichts reichen zurück bis in die Antike.
Schon damals kam jungen Schauspielern und Sängern oftmals eine Ausbildung im bühnentauglichen Gesang zuteil.

Die erste Gesangschule gründete Papst Sylvester in Rom.Dort befasste man sich allerdings ausschließlich mit dem Kirchengesang. Vier Jahre musste ein Schüler dem Gesangsunterricht beiwohnen bis er sich in der Kirche z.B als Vorsinger betätigen konnte.

Durch den komplexer werdenden Kirchengesang waren zur Erhaltung der musikalischen Qualität bald neue
Gesangschulen vonnöten.So entstand 1500 in Neapel erneut eine Schule für den Gesangsunterricht.
Viele andere sollten folgen.

Leonardo da Vinci revolutionierte den Gesangunterricht mit seinen Überlegungen zur Tonerzeugung im Kehlkopf.
Endlich wurde auch die Wichtigkeit des Aspektes der Physiologie des Singens erkannt und gefördert.

Gesangsunterricht als Studienfach

Heutzutage wird der Begriff “Gesangsunterricht” meist mit dem Studienfach des Gesangsunterrichts assoziiert.
In diesem Studienfach werden Studentent/innen zu Musikschullehrern für den meist klassischen Gesang ausgebildet.
Während des Studiums bekommen die Studenten Gesangsunterricht von einer eigenen Lehrkraft.
Sie lernen außerdem die weiterführende Musiktheorie in einer bestimmten Richtung.
Zum Beispiel Klavierunterricht, Gehörbildung und Musikpädagogik.

Gesangspädagogik

Um die Leitung neunes Chores zu übernehmen ist es beispielsweise von großem Vorteil die Grundlagen der Gesangspädagogik zu beherrschen.

Gesangsunterricht im 20. Jahrhundert

In der neuen Musik wird die totale Beherrschung des Stimme mehr denn jemals vorausgesetzt. Forscher beschäftigen sich ebenso intensiv mit den Klängen der Sprache und des Gesangs wie mit den Klängen von Instrumenten.
Geräusche,Sprechgesang, Sprechen, Rufen, Murmeln, Lachen und Schreien zählen nun außerdem in die Kategorie “Gesang”.Aber dadurch ist die Arbeit nicht weniger geworden. Es gilt beispielsweise Intervalle genau zu treffen, was ein sehr gut ausgebildetes Tongedächtnis verlangt. Zudem muss sich der Sänger unter Umständen mit den Noten der Werke auseinandersetzen um herauszufinden, welche musikalische Zweck dem Zeichen zugrunde liegen, wo Platz für eine Improvisation ist, welche Rolle die Worte in einem Werk spielen, ob sie einen Sinn verfolgen oder als Überbau für Klangsilben benutzt werden.